Sicherheit und Militär
Russland lehnt neuen europäischen Resolutionsentwurf zu Syrien ab
Thema: Unruhen in Syrien
UNO/NEW YORK, 28. September (RIA Novosti).
Russland wendet sich gegen den von europäischen Staaten unterbreiteten neuen Resolutionsentwurf zu Syrien, der wie bislang Sanktionen vorsieht, erfuhr RIA Novosti am Mittwoch aus diplomatischen Kreisen.
„Die im neuen Entwurf enthaltenen Sanktionsvorschläge sind der russischen Seite nicht genehm“, so der Gesprächspartner der Agentur.
Ihm zufolge werden die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates den neuen Dokumententwurf am Mittwoch inoffiziell erörtern.
Russland hat wiederholt Besorgnis über die Unterdrückung der seit knapp einem halben Jahr andauernden Unruhen in Syrien geäußert. Die russische Delegation hatte früher ihren Entwurf für die Syrien-Resolution vorgestellt, der keine Sanktionen gegen die syrische Führung vorsieht und somit der Gefahr einer Wiederholung des Libyen-Szenarios in diesem Land entgegenwirkt.
Großbritannien, Deutschland und Frankreich haben einen neuen, gemilderten Resolutionsentwurf vorgestellt, der keine unverzügliche Sanktionseinführung gegen Syrien beinhaltet. Dabei bleibt die Androhung von Sanktionen erhalten.
Mitte März hatten in Syrien Anti-Regierungs-Proteste begonnen, die sich von Deraa auf weitere Regionen des Landes erstreckten. Nach UN-Angaben sind bei den gewalttätigen Zusammenstößen 2700 Menschen ums Leben gekommen. Die syrischen Behörden sprechen hingegen von 1300 Toten auf beiden Seiten.
Die syrische Opposition fordert den Rücktritt von Präsident Bashar al-Assad und einen politischen Wandel. Die USA und die Europäische Union haben Assad zum Rücktritt aufgefordert.

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Russland lehnt UN-Resolution für Syrien ab

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