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Politik

Putin: US-Raketenschild reduziert Russlands Atomwaffenpotenzial auf Null

Thema: Pressekonferenz von Wladimir Putin (2012)

16:25 20/12/2012
MOSKAU, 20. Dezember (RIA Novosti).

Der entstehende US-Raketenschild in Europa kann das Kampfpotenzial der russischen Atomraketen laut Präsident Wladimir Putin „auf Null“ reduzieren. Um dies zu verhindern, muss Moskau Gegenmaßnahmen ergreifen. 

„Wir sehen das als Bedrohung an, wenn unsere Partner derartige Systeme aufbauen“, sagte Putin am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Moskau. „Wenn wir nicht antworten, kann das unser Atom- und Raketenpotenzial auf Null reduzieren und das strategische Gleichgewicht in der Welt zerstören.“ 

Dieses strategische Gleichgewicht bewahre die Menschheit seit dem Zweiten Weltkrieg vor Großkonflikten, sagte Putin. Auch die Kuba-Krise von 1962 habe überwunden werden können, weil niemand eine gegenseitige Ausrottung gewollt habe.

Laut Putin will die Nato weder technische Schritte unternehmen noch rechtsverbindliche Papiere unterschreiben, um den Raketenschild für Russland ungefährlich zu machen. Wenn keine Einigung erzielt werde, müsse Russland Gegenmaßnahmen ergreifen.

Die USA bauen an einem Luftabwehrsystem in Europa, das die beiden bereits bestehenden US-Raketenschirme auf Alaska und in Kalifornien verstärken soll. De facto bedeutet das den Aufbau eines globalen Raketenabwehrsystems, das das jetzige Kräftegleichgewicht in der Welt zerstört. Russland besitzt nur einen strategischen Raketenschirm, der die Hauptstadt Moskau schützt.

Die Nato beschloss 2010, die Raketenabwehrsysteme der europäischen Nato-Mitglieder und der USA zu vereinen. Obwohl sich Russland und die Nato damals auf eine Kooperation einigten, verliefen die Verhandlungen im Sande, nicht zuletzt, weil die USA die Forderung Russlands abgelehnt haben, rechtsverbindlich zu garantieren, dass der entstehende Raketenschirm nicht Russlands Atomraketen zum Ziel hat.

Nach ergebnislosen Verhandlungen kündigte Russland im vergangenen Jahr eine Reihe von militärischen Maßnahmen an, um den entstehenden Raketenschild in Europa im Kriegsfall neutralisieren zu können. Das Paket reicht von der Aufstellung von Iskander-Raketen in der Ostssee-Region Kaliningrad über die Modernisierung der Atomraketen bis zu einem möglichen Ausstieg aus den Abrüstungsverträgen. Der russische Generalstab schloss sogar als äußerstes Mittel einen Präventivschlag gegen die Raketenabwehranlagen in Europa nicht aus.

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