Politik
Al-Qaida-Chef ruft zum Sturz von Assad auf
Thema: Unruhen in Syrien
MOSKAU, 12. Februar (RIA NOVOSTI).
Al-Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri hat sich in einer Videoansprache an das syrische Volk sowie die Muslime in einer Reihe von Ländern gewandt und zum Sturz des Regimes des Präsidenten Baschar al-Assad aufgerufen, meldet Reuters am Sonntag.
Die fünfminütige Videobotschaft wurde auf einer islamistischen Website veröffentlicht.
Al-Sawahiri forderte die Syrier auf, sich nicht auf die Hilfe des Westens oder arabischer Länder beim Kampf gegen Assad zu stützen. „Unsere Anhänger in Syrien verlassen sich nicht auf die Hilfe des Westens, der USA, der Türkei oder arabischer Länder… Unsere Leute in Syrien hängen nicht von der Arabischen Liga sowie von ihren korrupten Regierungen ab“, hieß es.
Zugleich rief er die Moslems der Türkei, des Irak, des Libanon und Jordaniens auf, den syrischen Aufständischen zur Hilfe zu kommen.
Aiman al-Sawahiri hatte die Führung von al-Qaida nach dem Tod Osama bin Ladens übernommen, der im Mai 2011 von US-Spezialkräften erschossen worden war. Washington hatte Bin Laden für die Anschläge des 11. September 2001 in den USA verantwortlich gemacht.
Syrien wird seit März 2011 von gewaltsamen Protesten gegen Präsident Baschar al-Assad erschüttert. Assad hatte zwar Reformen angekündigt, setzt jedoch Gewalt gegen die Demonstranten ein. Bei den Zusammenstößen mit Polizisten sind in Syrien seit März laut UN-Angaben fast 5000 Menschen ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben sind infolge der Handlungen „bewaffneter Terroristen“ rund 2000 Angehörige der Armee und der Sicherheitskräfte Syriens getötet worden.

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