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Politik

Obama will schnelleren Truppenabzug aus Afghanistan - „Nesawissimaja Gaseta“

Thema: Lage in Afghanistan

US-Präsident Barack Obama
14:36 22/11/2011
MOSKAU, 22. November (RIA Novosti).

US-Präsident Barack Obama will den Abzug der Truppen aus Afghanistan wegen der Kürzung der Militärausgaben und dem bevorstehenden Wahlkampf beschleunigen, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag.

Die US-Militärpräsenz in Afghanistan soll 2013 statt 2014 beendet werden. Ein neuer Plan wird Ende Mai beim Nato-Gipfel in Chicago vorgelegt.

Das britische Militär habe wegen der geplanten Friständerung Schwierigkeiten bekommen, schreibt die Zeitung „Daily Telegraph“. Großbritannien arbeite mit Hochdruck an einem Plan fuer den vorzeitigen Truppenabzug. Die Militärpläne beider Länder müssten jedoch abgestimmt werden, sagte eine Quelle aus dem britischen Verteidigungsministerium.

Die Truppen der westlichen Koalition verlassen bereits Afghanistan. Dänemark, dessen Truppen den britischen Einheiten in der Provinz Helmand unterstützt hatten, wird an den Kampfeinsätzen zu Weihnachten nicht mehr teilnehmen.

Laut Wjatscheslaw Nekrassow, Sekretär der Gruppe des russischen Föderationsrats für die Zusammenarbeit mit der Nationalversammlung Afghanistans, ist der vorzeitige Abzug der US-Truppen nicht ausgeschlossen. Die Amerikaner geben tatsächlich viel Geld für ihre Truppen in Afghanistan aus. Zugleich wird ein Teil der Truppen in einigen Stützpunkten langfristig bleiben. Dies wurde bei einer Sitzung der Loja Dschirga erörtert, sagte Nekrassow.

Laut dem Experten sind für die Stützpunkte Flugzeuge und andere Unterstützung vonnöten. Doch dafür sei weniger Geld als für die US-Truppen (80 bis 100.000 Menschen) erforderlich, sagte Nekrassow.

Angesichts der Informationen über den schnelleren Truppenabzug aus Afghanistan müsste man sich Gedanken darüber machen, wohin sie umstationiert werden. „Die USA wollen nicht einen Brückenkopf nahe des Nahen Ostens und der neuen Staaten in Zentralasien verlieren. Sie haben auch ihre Idee nicht aufgegeben, Russlands Einfluss in der Region zu minimieren. Im Ergebnis kann ein Teil der US-Truppen nach Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan und vielleicht Aserbaidschan umstationiert werden“, sagte der Experte.

Inzwischen zeigte Russlands Außenministerium Interesse an den US-Plänen, Stützpunkte in Afghanistan aufzubauen. „Russland will von den USA Erklärungen bekommen, womit ihre Pläne zusammenhängen, Militärstützpunkte in Afghanistan nach dem Truppenabzug 2014 zu schaffen“, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag.

„Auf den ersten Blick stehen die beiden Sachen im Widerspruch. Wir möchten dies klären“, sagte Lawrow. Aus juristischer Sicht handele es sich um die Beziehungen zwischen den USA und Afghanistan. Doch es sei klar, dass im breiteren politischen Kontext die Interessen der Länder dieser unruhigen Region berücksichtigt werden müssen, die direkt von der Situation in Afghanistan beeinflusst werden, sagte Lawrow.

 

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